Projekt Freewind – Teil 2

Heute waren die Aluteile drann zum Eloxieren die ich für die Freewind angefertigt hab und ein paar andere Teile wurden gereinigt und hergerichtet. Der Rahmen ist immer noch beim Lackierer, andere Teile sind noch beim Strahlermeister um sie wieder schön hübsch zu machen. Leider läuft nicht alles nach Plan, war aber irgendwie abzusehen, die hinteren Radlager mussten noch gewechselt werden sowie das Lenkkopflager, bei letzterem hat wohl einer wieder gemeint er ist superschlau und wärmt den unteren Lagerring der auf der Lenkkopfwelle steckt mal an damit er leichter drauf geht. Sollte jemand sowas machen dann sollte er auch wissen dass ein Lager hinüber ist wenn es angeheitzt wird bis es blau ist. Einzig ein ca. 3 cm großer Klip macht mit im Moment Sorgen der mir vor die Füße gefallen ist.

Irgendwie will es mir einfach nicht mehr einfallen wo ich den schon mal gesehen hab. Aber was solls, spätestens beim Zusammenbauen findet sich schon ein Plätzchen wo er passt. Von den Eloxalteilen hat leider ein Halter für die neuen Fußraster einen kleinen Materialfehler der beim Eloxieren für ein etwas fleckiges Aussehen gesorgt hat. Schade. Nächste Woche sollte der Rahmen fertig sein und die Maschine vom Überholen kommen (ja, lass ich machen, da ich nicht das nötige Werkzeug hab und wenn einer weiß wo er hinlangen muss und auf was er zu achten hat ist das eine ganz andere Sache) dann kann es endlich ans Zusammenschrauben gehen. Ach übrigens der Luftfilterkasten kann innen und aussen durch Kinderhände tip-top gereinigt werden (hat sie freiwillig gemacht 🙂  )

Wer’s wissen will wie das Eloxieren im groben funktioniert, hier eine kleine Anleitung:

  1. Teile Reinigen und Entfetten
  2. dann in einer ca. 20%igen NaOH-Lösung (Natriumhydroxid, Natronlauge) für ca. 2 Minuten anlaugen (die Teile ab jetzt nicht mehr anfassen!)
  3. in destilliertem Wasser die Lauge abwaschen
  4. und ins 18%ige Schwefelsäurebad hängen (gestrecke Batteriesäure)
  5. Strom anschließen (+ an Teile, – an Bleiplatten die im Bad hängen) und warten (je cm² Teileoberfläche ca. 1 Ampere/min z.B. 100cm² ^= 100 A/min : Netzteilstromstärke 5A = 20 Min.)
  6. im Anschluss dann die Teile in destilliertem Wasser eine 1/2-Stunde abkochen

Vor dem Abkochen können die Teile auch noch mit einer speziellen Eloxalfarbe gefärbt werden, das hab ich aber hier nicht gemacht.

 

Hier ein paar Bilder dazu:

 

P.S.: andere kochen Würste, beim gibts Alu zum Abendbrot 😯

3 Gedanken zu „Projekt Freewind – Teil 2“

  1. Hallo Alex, toller Umbau! Nachdem ich mich schon 2 Jahre mit einem Freewind-Umbau beschäftige, bin ich erst jetzt auf Deinen Blog gestoßen. Die selbstgebauten Fußrastenhalter und die Schwingenlager-Abdeckungen imponieren mir besonders. Gäbe es die Möglichkeit, daß Du diese nachproduzierst und wenn ja, zu welchem Preis?
    Begeisterte Grüße
    Christoph Scheffler

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